Archive for September 2008

Die Qual der Wahl oder Shoppen macht blöd ;-)

28. September 2008

Das ist doch mal eine interessante Erkenntnis aus einer psychologischen Untersuchung:

Wer viele Entscheidungen treffen muss, kann hinterher schlechter denken.

Nachzulesen ist das im Oktoberheft von „Psychologie Heute“. Neben Laborversuchen wurde das u.a. auch mit einer Shoppingtour getestet, bei der die Probanden ohne Vorgaben einkaufen durften. Hinterher schnitten sie bei Testaufgaben schlechter ab.
Das bestätigt mein eigenes Empfinden: immer wenn ich von einer größeren Einkaufstour zurück bin, fühle ich mich völlig erschöpft. Das geht auch meinen Kindern so, und die haben sicher keine Konditionsprobleme, auf die man das zurückführen könnte.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für diese Erkenntnis im Alltag?

Vor Prüfungen sollten wir einfach die gewohnte, tägliche Routine einhalten und uns nicht mit Entscheidungsfragen belasten. Die Klamotten für den Prüfungstag am besten schon am Abend vorher rauslegen und die Auswahl nicht mehr in Frage stellen (gell, Mädelz *g*). Auf dem Weg zum (unbekannten) Prüfungsort könnten wir uns von einem Navi lotsen oder von jemandem, der sich auskennt, hinfahren lassen. Vor allem sollten wir vorher nicht noch „zur Entspannung und Ablenkung“ shoppen gehen!

Mein guter Vorsatz:
nie mehr die Kinder morgens vor der Schule fragen: nehmt ihr den Bus oder das Auto? Schließlich will ich ihre Karrierechancen nicht ruinieren… 😉

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Ein interessanter Tag

27. September 2008

Was ich heute gelernt habe:

  • Der Parkplatz beim Studienzentrum wurde irgendwann in den letzten 14 Jahren endlich asphaltiert.
  • Die dortige Einbahnstraßenregelung wurde geändert. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass ich früher so einen Umweg fahren musste, um auf den Parkplatz zu kommen.
  • Ich bin nicht alleine in meinem Fach *yeah*.
  • Der Studiengang ist so neu, dass es noch gar keine Unterlagen dazu gibt und die Studienbriefe noch nicht fertig sind. Niemand weiß genaues, und Mentoren gibt es noch nicht. *oha*
  • Es gibt mindestens drei wichtige, allgemeine Seminare, an denen ich in diesem Semester teilnehmen sollte. Leider sind da die Teilnehmerzahlen begrenzt, und wenn nur ein Bruchteil der heute anwesenden Erstsemester ebenfalls daran Interesse hat, wird es schon eng.
  • es heißt der AStA und nicht die AStA 😉

Natürlich gab es noch viel mehr Neues und Interessantes, aber das muss ich erst mal in Ruhe verdauen. Bei meinem Erstversuch damals habe ich diese Infoveranstaltung entweder verpasst, oder es gab gar keine – vermutlich ehr Letzteres, denn das Studienzentrum war zu dem Zeitpunkt relativ neu.

Aber nun beachte ich mal den Rat aus dem Seminar von heute Nachmittag und belohne mich für den heutigen „Arbeitstag“: mit einem leckeren Essen und einem gemütlichen Abend.

Ich fühle mich erschlagen…

25. September 2008

… von dem ganzen Lernstoff, der da auf mich zukommt.

Um einen annähernden Überblick zu bekommen, was in den ersten beiden Modulen des Studiums behandelt wird, habe ich mir einige der empfohlenen Bücher bestellt und auch noch meine alten Skripten durchgeschaut. Die reine Psychologie und auch das Fach-Englisch sind ja kein Problem. Aber was da zum Thema Forschungsmethoden und Statistik ansteht, ist für mich komplett neu und sieht nach viel harter Lernarbeit aus.

Ok, muss ja auch so sein und ich habe durch das Teilzeitstudium im Moment nur ein Modul pro Semester belegt. Trotzdem frage ich mich, wie ich den Wust an Fachbegriffen und Einzelthemen bis zur Klausur im März bewältigen soll. Allein das Buch zu den Forschungsmethoden hat 700 Seiten an schwer verdaulicher Kost aufzuweisen, und die Scripte kommen noch dazu.

Nun gut, ich weiß ja zum Glück aus den Erfahrungen mit den Musiklehrgängen der letzten Jahre, dass es am Anfang immer nach einer nicht zu bewältigenden Fülle an Stoff aussieht, und man hinterher erstaunt ist, das man doch alles so nach und nach begriffen und gelernt hat. Deshalb versuche ich einfach, optimistisch zu sein und die Lernerei ab nächste Woche sinnvoll zu strukturieren. Blöd nur, dass die Scripte erst Mitte Oktober verschickt werden! So muss ich mich vorläufig an die Bücher halten.

Nebenbei versuche ich zur Zeit auch noch, unsere Aussie-Hündin durch die Begleithundeprüfung zu bekommen, damit meine Jüngste ab dem Frühjahr mit ihr am Agility-Training teilnehmen kann. Leider kollidieren die Trainingszeiten für die Prüflinge zum Teil mit meinen Terminen im Studienzentrum *ärger*. Übermorgen verpasse ich wieder eine Intensiv-Trainingsstunde. Hoffentlich schaffen wir den Begleithundeschein trotzdem, denn im nächsten Jahr habe ich vermutlich noch weniger Zeit für solche Dinge.

Die aktuelle Schulranzendiskussion…

21. September 2008

… geht mir gewaltig auf den Zeiger.

Meine Kinder sind ja nun glücklicherweise so weit, dass eine etwas schwerere Schultasche nicht mehr das große Drama ist. Aber was die Drei in der Grundschule und auch am Anfang der Gymnasialzeit mit sich herumschleppen mussten, war selbst bei großzügiger Auslegung der neueren Erkenntnisse zu viel.

Wobei ich stark anzweifele, dass diese neuen Weisheiten, wonach die Schüler gefahrlos wesentlich mehr als nur 10 % des Körpergewichtes tragen können, ohne Anstöße aus den zuständigen Reihen der Kultusministerien entstanden sind. Warum? Ganz einfach:
Es ist praktisch unmöglich, einem schmächtig gebauten oder vorzeitig eingeschultem Grundschüler nur die 10 % aufzubürden!
Selbst eine teure Markenschultasche wiegt knapp 1 kg. Dann sollen die Kinder ja noch ausreichend zu Trinken und ein gesundes Frühstück mitnehmen. Macht zusammen auch noch mal 0.75 kg. Stifte müssen in der Grundschule der Ordnung wegen in ein Federmäppchen – nehmen wir ein ganz leichtes Exemplar mit Inhalt und haben 0.25 kg.
Nun sind wir bei einem normalgewichtigen, 6-jährigen Kind (18 kg) schon bei den maximalen 10 % angelangt! Was machen wir mit den Büchern und Heften?
Für Deutsch gibt es Lesebuch und Arbeitsbuch, dann haben wir noch Mathe- und Sachbuch, manche Lehrer verlangen, dass die Hefte zum Schutz in solche Pappschuber gesteckt werden. In den ersten Klassen unserer Grundschule wird der Stundenplan flexibel gehandhabt, was bedeutet: alle Bücher und Hefte müssen mit, weil jedes Hauptfach jeden Tag drankommen kann.

Der schwarze Peter wird immer den Eltern zugeschoben: „Kontrollieren Sie die Schultaschen der Kinder ob keine unnützen Dinge drin sind.“ Und die Eltern fühlen sich veräppelt und beschweren sich, weil es nicht möglich ist, das Gewicht des Schulranzens zu reduzieren. Ich habe das jedenfalls gemacht – wenn auch ohne großen Erfolg.

Da ist es natürlich für die Kultusminister sehr praktisch, wenn Wissenschaftler sagen: schwere Schultaschen trainieren den Rücken. Ich höre sie in ihren Büros jubeln:
„Hurrah, wir sind dieses lästige Problem los!“

Bald gehts los!

20. September 2008

So, ab Oktober werde ich nur noch zwei Tage in der Woche ins Büro gehen und nach dem Rechten sehen – dann beschränkt sich meine Mitarbeit in der Firma auf „Buchhaltung erledigen“ und „Werkstatt putzen“. Bin gespannt, wie lange es dauert bis das totale Chaos ausbricht. Nuja *räusper*.

Wenn ich genauer drüber nachdenke… das wird ein merkwürdiges Gefühl sein: nicht morgens irgendwo hinzufahren, sondern sich zu Hause an den Schreibtisch zu setzen um zu lernen. So nach außen hin macht das ja nicht den Eindruck, als würde man etwas Ernsthaftes tun. Als ich vor 15 Jahren an der Fernuni studiert habe, war das komischerweise anders, denn da war ich sowieso in der „Babypause“, sozusagen. Aber in letzter Zeit werde ich ungewöhnlich oft gefragt, was ich denn beruflich mache, bzw. wie es in der Firma läuft. Bei fast erwachsenen Kindern wird einfach davon ausgegangen, dass frau einem ordentlichen Beruf nachgeht.

Ich wollte gar nicht sooo vielen Leuten erzählen, dass ich studiere. Aber weil ich mich aus unserer Firma zurückziehe, muss ich schon irgendeine Erklärung abgeben, warum das so ist. Blöd. Es scheint, dass alle der Meinung sind, in der Firma des eigenen Mannes mitzuarbeiten wäre ideal, praktisch und was weiß ich wie toll. Kann vielleicht sein, wenn man eine Ausbildung als Sekretärin hat, oder Buchhaltung und Verkauf für einen Traumjob hält. Mein Ding ist es nicht.

Wenigstens habe ich etwas früher die Kurve gekriegt als der älteste Schüler der Welt , der mit 88 Jahren die Grundschule besucht und später eventuell studieren möchte. Respekt für sein Vorhaben, auch wenn es fraglich ist, ob er lange genug lebt um sein Studium abzuschließen. Vielleicht wird er ja 100 Jahre alt und schafft das doch. Ich drücke ihm die Daumen!

Wartezimmerlektüre…

16. September 2008

… kann manchmal sehr tröstlich sein.

Gestern beim Tierarzt habe ich den Stern durchgeblättert – da gibt es eine Serie: 40+. Also genau mein Thema ;-). Ein Artikel dazu besagte, dass es die Midlifecrisis gar nicht gibt. Sehr beruhigend.

Ich fühle mich ja auch nicht direkt in einer Krise… andere fangen in meinem Alter verzweifelt mit dem Kinderkriegen an und ich habe das alles schon durch und die Kinder (fast) groß. Es ist nur so, dass ich mit meinem erlernten Beruf nichts mehr anfangen kann und nicht vorhabe, als „Mädchen für alles“ in Männes Firma zu verschimmeln. Die Werkstatt zu putzen und das Telefon zu bewachen erfordert den IQ eines Schimpansen, mehr nicht. Für Buchhaltung und Internetauftritt brauche ich keine 20 Stunden in der Woche, die meiste Zeit drehe ich Däumchen, während zu Hause die Arbeit liegen bleibt. Wenn ich wenigstens Lohn bekommen würde, aber als Miteigentümerin kann ich nicht fordern, was nicht da ist. Meinen Rentenanspruch aus 4 Jahren bezahlter Arbeit plus 3 Kindern kann ich so durchs Klo spülen.

Zusammenfassend passt das Zitat aus Bullys Film:

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!

So langsam…

15. September 2008

… wird es hier wohnlich. 🙂

Es sind noch zwei Wochen bis zur ersten Uni-Veranstaltung: dem Info-Vormittag für die Erstsemster. Ich habe zwar schon mal vor 15 Jahren in der Form studiert, aber mittlerweile gibt es ja dank dem Internet viele neue Möglichkeiten des Informationsaustausches. Bin gespannt, ob sich in meinem Studienzentrum überhaupt jemand für den neuen Studiengang eingeschrieben hat. Damals hatte sich kein Kontakt zu Leuten mit den gleichen Kursen ergeben, dazu waren die Semester zu weit gestreut. In dem Präsenz-Seminar meiner Fachrichtung ging es dann nicht um die Studieninhalte, sondern um zusätzliche Themen. Auch interessant, aber für ernsthafte Studenten, die ihre Sache durchziehen wollen, nicht gerade das Richtige.

Ich muss einigen Leuten in meiner Umgebung natürlich mitteilen, dass ich jetzt wieder studiere – schließlich wird viel Zeit dabei drauf gehen und meine ehrenamtliche Arbeit muss ich etwas zurückschrauben. Es kamen auch gleich Fragen wie: welche Uni, welches Fach… wenn ich dann sage: „Fernuni und Psychologie“ heißt es gleich: „achsooo… was willste denn dann hinterher arbeiten?“ Man merkt genau, dass die denken: „Fernunterricht und Laberfach. O-gott-o-gott-o-gott, die ist auf dem Selbstverwirklichungstrip!“

Ist schon leicht frustrierend. Echt.

Ja hallo erst mal…

14. September 2008

… da bin ich. Ist etwas langsam hier, der Seitenaufbau reißt mich nicht gerade vom Hocker.

Ich muss mich erst einmal umschauen hier, denn es funktioniert einiges anders als bei blogigo. Ma guggen ob das meine neue Heimat wird. Gibbet hier keine Smilies? *suchengeh*