Verschultes Lernen…

… ist ja der Vorwurf an die neuen Bachelor-Studiengänge, und zumindest für das Modul 1 trifft es voll zu.

Nicht nur, dass alle Studenten jetzt per Email einen Zeitplan für das Durcharbeiten der Scripte bekommen haben. Auch in der Online-Lernumgebung, die nun freigeschaltet ist, wird man wie ein Kleinkind an die Hand genommen und gleich mit Übungsaufgaben versorgt. Kein Vergleich zu dem M.A.-Studium der sozialen Verhaltenswissenschaften vor 15 Jahren! Wer jetzt noch jammert, dass er nicht wüsste wie der Stoff aufzuteilen und zu lernen ist, der sollte das Studium wieder an den Nagel hängen.

Ich finde diese Verhätschelung der Studenten ein wenig übertrieben… diese Planungswut hätten die Verantwortlichen vielleicht besser auf Modul 1 und Modul 2 verteilen sollen, dann wäre das richtige Mittelmaß herausgekommen. Bei Modul 2 gibt es nämlich bisher weder einen detaillierten „Stoffplan“, noch Übersichtlichkeit im Online-Forum. Dabei ist das Script für die Empirische Sozialforschung wirklich schwer verdaulich und ein wenig Hilfestellung wäre hier nicht verkehrt.

Einerseits bin ich froh, dass man beim Start ins Studium nicht allein gelassen wird, andererseits bestätigt so etwas natürlich alle Kritiker, die Studiengänge an der Fernuni als „Hausfrauenstudium“ bezeichnen und befürchten, dass ein „akademisches Proletariat“ herangezogen wird. Aber ändern kann ich es nicht und werde die Möglichkeiten und Hilfen einfach schamlos ausnutzen ;-).

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Eine Antwort to “Verschultes Lernen…”

  1. Sonja Says:

    Ich studiere Psychologie an der Open University, und dort ist es ganz normal einen Studienkalender zu erhalten, in dem alle Termine eingetragen sind und dann auch aufgeführt wird, bis wann man „theoretisch“ welches Kapitel durchgearbeitet haben muss. Es ist aber nur eine Vorgabe, die man sicherlich nicht so einhalten muss. Dort ist es aber so, dass es eine Menge an Einsendenaufgaben bearbeiten muss, die mit zur Kursnote dazuzählen, man also ständig irgendwelche wichtigen Termine hat, die einzuhalten sind. Es bietet sich also durchaus, in irgendeiner Form einen eigenen Kalender aufzustellen. Und manche finden es ganz praktisch, dass die OU die Arbeit gleich erledigt hat, also spart man sich die eigene Planung. 🙂

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