Von Lernzeit, Procrastination und Gedankenwirrwarr

Nachdem ich nun erst einmal nur Dienstags „frei“ habe, d.h. nicht ins Büro fahre, muss ich mich regelmäßig Nachmittags und Abends hinsetzen und Lernen. Das ist bei einem 5-Personen-plus-Hund-Haushalt nicht ganz einfach.

Obwohl ich ein eigenes Studierzimmer habe, geht es dort zu wie in einem Taubenschlag. Vor allem liegt das Zimmer seehr ungünstig direkt neben der Eingangstür, und jeder der hereinkommt, steckt natürlich erst mal den Kopf zu mir rein. Ist nett, aber stört.

Die Kinder schleichen rein, um mir über die Schulter zu schauen. Oder sie fragen: „Was kochen wir heute?“ . Oder sie wollen Klavier üben (das Ding kann ich leider nicht rauswerfen, weil ich damals durchgesetzt habe, dass es in dieses Zimmer kommt). Oder sie haben etwas ausgedruckt (der Netzwerkdrucker steht neben meinem Schreibtisch). Oder sie wollen etwas Kopieren (der Kopierer steht neben meinem Schreibtisch).

Wird in der angrenzenden Küche gekocht oder auch nur der Wasserhahn aufgedreht, hört man es deutlich. Der Fernseher ist zwar weiter weg, aber wird oft laut aufgedreht – besonders wenn in der Küche jemand kocht. Die Türe fest schließen geht auch nicht, denn Hundi kratzt dann winselnd um Einlass. Wenn Hundi drinnen ist, will es wieder raus. Dann besser die Türe offen lassen.

Kurz gesagt: so richtig konzentrieren kann ich mich nur Dienstagvormittags, wenn alle aus dem Haus sind. Und selbst dieses Konzentrieren muss ich wieder einüben. Gedanken ausblenden, die sich zwischen mich und das Skript schieben. Wie z.B. die unerledigten Einladungen zur Vereins-Weihnachtsfeier. Oder die Tatsache, dass mir gerade zwei Helfer abgesagt haben und ich noch Leute suchen muss, die vor der Feier beim Aufbau mitmachen.
Wobei ich die dumme Angewohnheit habe, unangenehme Sachen hinauszuzögern. Gar nicht gut. Prokrastination ist das Fachwort. Sollte ich mir schleunigst abgewöhnen, dann kreisen nicht immer Gedanken zu unerledigten Aufgaben in meinem Hirn. Denn manchmal „lesen“ zwar meine Augen, aber es kommt bei mir nichts an. Ein merkwürdiger Zustand.

Um 10 Uhr abends werde ich regelmäßig müde – zu müde zum Lernen oder Lesen. Komisch. Früher bin ich nie vor Mitternacht eingeschlafen, habe vorher viel gelesen. Romane natürlich, nicht so anspruchsvolle Texte wie jetzt. Geht nun gar nicht mehr.

Wir haben übrigens 10 Uhr am Abend *gähn*.

Gute Nacht!

Advertisements

Schlagwörter:

2 Antworten to “Von Lernzeit, Procrastination und Gedankenwirrwarr”

  1. Blog-News: FernUni Hagen - Seite 6 - Fernstudium-Infos.de Says:

    […] AW: Blog-News: FernUni Hagen Stefan: – Klausuren des 2. Semesters sind vorbei – Ergebnis Objektorientierte Programmierung – Ergebnis Matheklausur Tanja: – geschafft Thomas: – Themenwechsel – Modul 31031 kommt eher gemchlich daher Vera: – Von Lernzeit, Procrastination und Gedankenwirrwarr […]

  2. Fernstudium mit Familie und Hund Says:

    […] habe ich einen sehr guten Blog-Beitrag von Vera […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: