Archive for März 2009

Auf die Plätze, fertig…

24. März 2009

Obwohl das Semester erst nächste Woche Mittwoch anfängt, stehen schon alle Studenten in den Startlöchern und scharren mit den Hufen. So kommt es mir jedenfalls vor.

Modul 2 hatte ich mir ja schon im letzten Semester bestellt und habe das Material bereits vollständig hier liegen – aber auch die anderen aus meiner Lerngruppe haben schon das erste Skript bekommen. Mit den Klausurergebnissen ist nicht vor Ostern zu rechnen, und so stürzen sich alle schon mal auf den neuen Stoff.  Für die Teilzeitler ist es sowieso wurscht, ob sie Modul 1 bestanden haben. Wenn nicht, schreibt man im Sommer eben zwei Klausuren statt einer. Blöd wäre es für die Vollzeitstudenten, denn die können erst Klausuren in den Modulen 3,4 oder 5 schreiben, wenn die Module 1 und 2 bestanden sind.

Ich bin gespannt, wie viele neue Erstsemester es geben wird und ob der Uni-Server wieder zusammenbricht, wenn die Meute am Mittwoch versucht, sich in die Moodle-Foren einzuwählen.

Für mich steht erst einmal das Probenwochenende mit der Kapelle auf dem Programm. Und eine Tour nach Ikea, um Aktenschränke für den Probenraum zu besorgen. Auch ohne Studium käme zur Zeit keine Langeweile auf.

Steter Tropfen…

8. März 2009

Wie man frau sich doch an das regelmäßige Lernen gewöhnen kann! Immer wieder schleiche ich ins Arbeitszimmer und surfe auf den Uni-Seiten herum. Im Moodle-Forum laufen nur unerfreuliche Diskussionen über die M-1-Klausur – ich will noch gar nicht wissen, ob ich durchgefallen bin oder nicht! Ändern kann ich jetzt sowieso nichts mehr.

Also werde ich meinen Lerndrang mal an dem Karteikasten mit den Aufbauwortschatz-Englisch-Vokabeln auslassen, den ich mir letztens besorgt habe. Die meisten Vokabeln kenne ich zwar, aber es sind doch immer wieder welche dabei, bei denen ich die exakte Übersetzung nicht mehr so genau im Kopf habe. Beim Lesen von Büchern gehe ich darüber hinweg und kann normalerweise trotzdem verstehen, worum es geht. Aber die Englisch-Aufgaben in der Klausur haben gezeigt, dass es in Fachtexten eben oft auf die genaue Bedeutung ankommt. Je größer mein Wortschatz ist, desto besser.  Bei 10 wiederholten Vokabeln am Tag kommt auf Dauer ganz schön was zusammen.

Belohnung!

7. März 2009

Was ich noch vergessen habe:
Anfang des Jahres hatte ich im Sonderangebot ein Hörbuch und eine DVD-Staffelbox ergattert, hatte aber natürlich keine Zeit, mir die Sachen anzuhören und anzusehen. Also habe ich das Zeug auf die Seite gelegt, als Belohnung nach der Klausur. Vorhin bin ich beim Aufräumen drüber gestolpert 🙂 .

Die CDs sind von Detlef Bierstedt gesprochen, der deutschen Stimme von George Clooney. Der MP3-Player hängt schon am Rechner: die Vorlesungen werden gelöscht und das Hörbuch geladen. Was freue ich mich darauf, gleich die drei Körbe Bügelwäsche zu erledigen!

Was ich gestern gelernt habe:

7. März 2009
  1. Es wäre von Vorteil, kurze Beine zu haben. Hab ich aber leider nicht. Sowohl das Repetitorium vor 14 Tagen als auch die Klausur gestern fanden in Hörsälen statt, die mit ihrem Klapp-Sitzen und Klapp-Tischchen nur für 60er-Jahre-Normstudenten ausgelegt sind. Wer lange Beine hat, sitzt mehrere Stunden lang äußerst unbequem zusammengefaltet auf dieser Konstruktion. Eventuell könnte man vorher Magnesium nehmen um Wadenkrämpfe zu verhindern.
  2. Beim nächsten Mal in so einem Hörsaal: eine Anti-Rutsch-Matte für das Proviant mitnehmen. Ich hatte bei der Klausur zwar rechts und links Platz, um mein Zeug auf den benachbarten Klapptischchen auszubreiten, aber durch den abschüssigen Winkel ist mir immer wieder meine Brotbox heruntergerutscht. Auch der Umschlag für die Prüfungsbögen ist ein paar Mal der Schwerkraft gefolgt, und das war schon sehr ablenkend.
  3. Man sollte die Beschreibungen von klassischen, psychologischen Experimenten im Skript auch dann noch einmal ganz genau lesen, wenn man meint sie schon gut zu kennen. Es wurden in der Klausur viele Details abgefragt, und obwohl mir das Sommerlager-Experiment von Sherif schon seit fast 30 Jahren ein Begriff ist (erst Pädagogik-Leistungskurs, dann ein paar Semester soziale Verhaltenswissenschaften in Hagen), bin ich doch ins Schwimmen gekommen *ärger*.
  4. Bahnmitarbeiter haben einen 12-Stunden-Tag. Morgens um 9 Uhr war das selbe Personal an Bord wie im Abendzug.
  5. Die Getränkeautomaten in der Chemiefakultät in München funktionieren nur mit einer speziellen Chipkarte. Hätte man vielleicht vorher erwähnen sollen.

Ob ich die Klausur bestanden habe? Wenn ja, dann nur ganz knapp. Es gab zwar Fragen, bei denen ich die Antwort 100 % sicher wusste, aber bei einem Großteil habe ich mir ein Fragezeichen notiert. Die Zeit hat gut gereicht, nach 2 Stunden war ich einmal durch und hatte eigentlich schon alles beantwortet. Eine  Stunde habe ich dann noch für die Kontrolle und ein paar unsichere Fragen gebraucht, aber länger konnte ich mich nicht konzentrieren und habe abgegeben.

Jetzt bleibt mir erst einmal, den Schreibtisch hier aufzuräumen und die Skripte vorläufig zu archivieren.  Die kommende Woche wird einem ordentlichen Hausputz gewidmet, danach steht Vereinsarbeit an. Bis zum Beginn des Sommersemesters werde ich keine Langeweile bekommen!

In 24 Stunden…

5. März 2009

… habe ich die erste Klausur vermutlich hinter mir. Die wichtigsten Sachen (Anmeldebestätigung, Anfahrtsbeschreibung, Liste mit den Zugverbindungen, Bleistifte Stärke B, Plastikradiergummi und Kugelschreiber) sind schon eingepackt. Im Moodle-Forum geht es nur noch um Themen wie: „Gelten Käsestullen als erlaubte Hilfsmittel oder als Doping?“ oder „Spaghetti und Pizza am Vorabend zum Auffüllen der Kohlenhydratspeicher“ und ob Käse am Abend wirre Träume fördert.

Keine Ahnung, ob ich genug gelernt habe – es gibt immer noch Stellen in den Skripten, die ich mit einem erstaunten „Hä?“ lese und mich nicht daran erinnern kann, dass mir die schon untergekommen sind *schäm*.  Vermutlich werden mir einige Zusammenhänge erst nach der Klausur klar, aber nobody is perfect und mehr geht jetzt einfach nicht.

Ich freue mich schon auf das Wochenende und auf die paar Wochen bis zum offiziellen Beginn des nächsten Semesters. Erst mal werde ich das Haus gründlich putzen und zwischendurch vielleicht die angesammelten Filme unserer Fernseher-Festplatte ansehen 🙂 . Hey, ich freue mich darauf zu putzen!!! Wie schräg ist das denn? *g*

Der Garten braucht nach 3 Jahren der Vernachlässigung (so lange hatten wir unsere Firma) auch dringend etwas Aufmerksamkeit. Langeweile wird also nicht aufkommen, und die Modul-2-Sachen habe ich ja schon und kann damit loslegen, sobald ich Lern-Entzugserscheinungen bekomme 😉 .

Jetzt noch schnell zum Supermarkt, um das Reiseproviant für morgen zu besorgen – dann mache ich mir einen gemütlichen Abend.

Leichter Frust und Sieb im Hirn

2. März 2009

Das Durcharbeiten der Probeklausur war – gelinde gesagt – frustrierend. Ich hatte mir die Fragen absichtlich in den letzten Wochen nicht mehr angeschaut, um die Klausur nach der Intensiv-Lernphase noch mal neu schreiben zu können. Eigentlich hätten die Aufgaben kein Problem mehr sein dürfen… eine Verbesserung um 25 % finde ich nun etwas mager 😦  . Teilweise habe ich wieder die gleichen Fehler drin gehabt (denkt euch jetzt hier einen Smiley, der mit dem Kopf gegen die Wand haut). So ein SCH***.

Ein Problem ist, dass die Fragen doch sehr ins Detail gehen und es auf spezielle Formulierungen oder Fachbegriffe und auch die Kenntnis von Abkürzungen ankommt. Genauso, wie ich mir Telefonnummern und Pins besser merken kann wenn sie für mich einen Rhythmus aufweisen, kann ich Fachbegriffe und Abkürzungen dann am Besten behalten, wenn ich eine  Eselsbrücke dazu finde.  Bei der Fülle an Stoff verliert man aber trotz Eselsbrücken leicht die Orientierung im Fachchinesisch-Dschungel.

Trotzdem werde ich mich nun daran machen, die restlichen Löcher in meinem Hirnsieb mit weiteren Eselsbrücken zu stopfen. 😉

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!