Archive for April 2009

Wochenende!

24. April 2009

Mei, war das eine Woche! Massig Zeug für den Verein zu organisieren, dann eine Vorstandssitzung, die ich trotz Migräne durchziehen musste (Absagen ging nicht mehr, auch wegen der Entscheidungen, die dringend abzusegnen waren), und die Statistik-Skripte blieben auf der Strecke.

Das Modul-3-Material ist endlich angekommen, und viiiel interessanter als Modul 2 *seufz*.  Aber wie war das in der Werbung: „Erst zum Frisör, und dann zu …“ 😉

Nun liegt ein ganz normales, „freies“ Wochenende vor mir – ohne Auftritte und Fahrdienste, und nur mit den häuslichen Standard-Pflichten wie Einkaufen, Waschen, Bügeln und den Garten in Ordnung halten bringen. Da sollte doch genug Zeit bleiben, um sich in die Bücher zu vertiefen!

Musik…

21. April 2009

… ist wichtig. Und toll, und überhaupt.

Gerade habe ich aber etwas zuviel davon.

Im Keller übt die Älteste Klarinette (nachdem sie heute schon Saxophonunterricht hatte und eine Stunde am Klavier saß).  Eine Etage über mir übt die Jüngste auf der Querflöte (nachdem sie heute schon Geigenunterricht hatte und ausnahmsweise mal nicht Klavier gespielt hat, weil sie bis 4 Uhr in der Schule war). Sie üben freiwillig. Sie haben um den Klavierunterricht gebettelt, sie haben sich die Instrumente selber gekauft (auch das Klavier) und ich zahle den Unterricht gerne, weil etwas dabei herauskommt.

Aber am Abend um 9 Uhr, während ich über dem Statistik-Kapitel „Lorenzkurve und Gini-Koeffizient“ brüte, hätte ich doch gerne für ein oder zwei Stunden unmusikalische Kinder, die sich lieber brav vor die Glotze hocken 😉 .

Eine kleine Sage

18. April 2009

Vor langer Zeit, als der Schokoriegel Twix noch auf den Namen „Raider, der Pausensnack“ hörte und Handys gänzlich unbekannt waren, gab es einen Teenager namens Klein-Vera. Klein-Vera stand mit der Schule auf Kriegsfuß, obwohl (oder weil?) die Eltern große Erwartungen hegten und Klein-Vera zum Gymnasium schickten, auf dass sie klug und erfolgreich würde. Dort entdeckte das Kind sein Interesse an der Psychologie. Weil das aber kein Schulfach war, setzte sich Klein-Vera mit sechs Gleichgesinnten dafür ein, wenigstens Pädagogik als Leistungskurs wählen zu können – und so geschah es auch.

Schon damals hatten die Götter bestimmt, dass nur geistige Überflieger mit Einser-Abitur an den Universitäten in die Geheimnisse der menschlichen Gedankengänge eingeweiht werden durften. Deshalb machte sich Klein-Vera keine großen Hoffnungen, in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden – trotzdem wählte sie ihre weiteren Abiturfächer einfach entsprechend ihrer größten Stärken aus. Was die Chance auf eine sehr gute Durchschnittsnote leider nicht wesentlich erhöhte. So wurden die weiteren Abiturfächer dann: Englisch, gefolgt von Chemie und Biologie.

Lehrer und Eltern schüttelten den Kopf sorgenvoll ob dieser unklugen Auswahl. Da auch die Zensuren nicht wesentlich über ein Befriedigend hinauskamen, wurde Klein-Vera eine Zukunft bei der Müllabfuhr weis gesagt und im Elternhaus herrschte Heulen und Zähneklappern.

Klein-Vera war noch nicht bereit, den Traum von der Psychologie aufzugeben und entdeckte die Möglichkeit, über den Umweg einer Laufbahn bei der Kriminalpolizei ans Ziel zu gelangen. Doch als die Tinte auf dem Abiturzeugnis getrocknet war, ward sie von den Göttern verflucht und die Kripo beschloss einen Einstellungsstopp auf unbestimmte Zeit.

Um endlich auf eigenen Beinen zu stehen, nahm sie schließlich eine Ausbildungsstelle in genau dem Beruf an, bei dem sie sich als Kind geschworen hatte, ihn nie nie niemals ausüben zu wollen, weil sie absolut nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wollte. So wurde sie Chemielaborantin. Die Arbeit machte ihr wider Erwarten Spaß weil sie abwechslungsreich und interessant war – aber ihr waren auch ständig die Gefahren bewusst, die die Tätigkeit in einem chemischen Forschungslabor mit sich brachten.

Später gab sie den Beruf auf, bekam drei Kinder, baute mit ihrem Mann ein Haus und lebte leicht frustriert vor sich hin. Bis ans Ende ihrer Tage. So dachte sie.

Bis die Götter gänzlich unerwartet doch ein Einsehen hatten und ihnen der Gedanke kam, dass vielleicht auch Menschen ohne Einser-Abitur gute Psychologen werden könnten. So kam es, dass die damals geschmähten Abiturfächer von Klein-Vera plötzlich doch einen Sinn bekamen, denn alle diese Kenntnisse würden ihr nun im Studium helfen, das Ziel doch noch zu erreichen.

Anlaufschwierigkeiten

15. April 2009

In diesem Semester steht das Modul 2 ganz oben auf der Liste, eben weil ich das erst einmal bestehen muss, um in den nachfolgenden Modulen Prüfungen schreiben zu dürfen. Trotzdem habe ich mir auch schon Modul 3 bestellt und werde versuchen, es wenigstens grob zu bearbeiten. Sozusagen als Testlauf für die folgenden Semester. Das entspricht dann dem Pensum eines normalen Vollzeitstudiums: 40 Stunden pro Woche.

Nebenbei habe ich – wie schon mal erwähnt –  noch einen 5-Personen-Haushalt zu managen. Die „Kinder“ sind zwar schon alt genug um mit anzupacken, aber sie müssen selber einiges für die Schule tun und ich kann ihnen nicht die komplette Arbeit aufhalsen.  Meine Pflichten im Musikverein häufen sich mal wieder, da nun die Konzerte zu organisieren sind und auch noch ein Ausflug auf dem Programm steht. An wem bleibt das hängen? Tja… als „Chefin“ ist man als letzte Instanz dafür verantwortlich. Dazu kommt immer wieder die blöde Migräne, die mich tageweise lahm legt 😦 .
Schwierig, bei dem Alltagsprogramm noch 40 Stunden abzuzweigen. Im Moment klappt das gar nicht. Gut, dass der Bearbeitungsbeginn von Modul 3 erst im nächsten Monat ist!

Wenigstens sind in ein paar Tagen die Osterferien um und es wird vormittags wieder relative Ruhe im Haus  einkehren, wenn der Rest der Familie zur Schule/zur Firma unterwegs ist. Ab Montag fangen die Lerngruppentreffen des Sommersemesters an, dann hat der Lernstoff wieder absoluten Vorrang.

Huch, schon Ostern?

11. April 2009

Irgendwie vergeht die Zeit sehr schnell, wenn man ständig mit der Nase in den Büchern hängt. Und dass gestern Karfreitag und damit Feiertag inklusive geschlossener Geschäfte war, ist mir erst am Vormittag aufgefallen. Dabei wollte ich noch ein „Familien-Ostergeschenk“ im Elektronikmarkt besorgen… muss ich irgendwie heute auf die Reihe bekommen.

Erst wird gleich mal der normale Einkauf erledigt und dann das Haus besucherfein gemacht, denn Söhnchen hat sich Besuch eingeladen und will mit seinen Kumpels grillen.  Die Ostereier sind noch nicht gefärbt, die Osterkörbe müssen dekoriert werden und wann/ob  ich heute Zeit zum Lernen habe, steht noch gar nicht fest.

Nun geht es aber mit dem Hund raus, die morgendlichen Sonnenstrahlen einfangen!

Boah!

10. April 2009

Ich habe jetzt bereits das Skript zur „Empirischen Sozialforschung“ fast zur Hälfte durchgearbeitet und tatsächlich bisher alles verstanden! Wenn ich da an die Quälerei mit Modul 1 denke… gar kein Vergleich! Es kommen viele Themen noch mal vor, die schon im M-1-Skript zu den Forschungsmethoden angeschnitten wurden, und so muss ich nur noch selten mal Fremdwörter nachschlagen und habe schon immer grob eine Vorstellung, worum es geht.

In Statistik 1 bin ich auf Seite 45 (von ca. 230)  – was keine Zauberei ist, denn erst ab jetzt geht es mit mathematischen Formeln und verqueren Erklärungen los. Gut, dass ich noch „Statistik für Psychologen“ im Bücherschrank habe – das Werk kommt auf der halben Seitenzahl und mit anschaulichen Beispielen besser verständlich zur Sache. Nur blöd, dass die Autoren sich bei einigen Bezeichnungen nicht einig sind: bei der Fernuni gibt es z.B. „absolute und relative“ Häufigkeiten, in dem Lehrbuch dagegen „beobachtete und prozentuale“ Häufigkeiten (was ich viel einleuchtender finde).

Bei dem Super-Wetter der letzten Tage habe ich mich ab und zu in den Garten gesetzt und dort gelesen. Wenn da nur nicht so viel Gartenarbeit warten würde! Ich müsste mal endlich wieder ein paar ordentliche Beete anlegen, nachdem wir vor 2 Jahren wegen einer kaputten Kellerwand den halben Garten aufbaggern durften. Durch die Arbeit in der Firma ist seit dem nicht viel in der Richtung passiert *seufz*. Und solange ich mir nicht sicher bin, mit dem Mathe-/Statistik-Kram klarzukommen, muss der Garten ein wenig zurückstehen.  Ich kann es mir nicht leisten, beim Uni-Zeug zu schludern! Grün wird es hinter dem Haus auch ohne mich (Löwenzahn sei Dank) – aber Konfidenzintervalle, Regressionskoeffizienten und Varianzanalysen wachsen nicht im Blumenbeet.

Erste Klausur ist…

2. April 2009

… bestanden! 🙂

Und das gar nicht mal so schlecht. Wobei mir beim Durchsehen der Aufgaben vorhin noch aufgefallen ist, dass ich Punkte verschenkt habe: im Aufgabenheft hatte ich eine Antwort richtig notiert, aber dann nicht im Lösungsbogen entsprechend angekreuzt. Bei anderen Aufgaben habe ich die richtige (Teil-)Antwort gewusst, war mir aber nicht sicher und habe das Kreuzchen weggelassen, da falsche Antworten einen Minuspunkt ergeben hätten. Mit etwas mehr Mut zum Risiko wäre die Note um 0,3 besser gewesen *ärger*.

Egal. Ich habe mir jedenfalls nicht mit einem ganz knappen Bestehen die Bachelor-Note schon im Voraus versaut und das ist mehr als ich nach der Klausur zu hoffen gewagt habe. Das Damoklesschwert, im September das Ganze noch einmal schreiben zu müssen ist weg – nun kann ich mich im Sommersemester ganz auf Statistik konzentrieren.