Archive for Mai 2009

Sport? Sport!

30. Mai 2009

Wer mit dem Joggen oder Laufen anfangen will und Google bemüht, findet unweigerlich einen der „Trainingspläne für Anfänger“.  Die sehen alle ungefähr gleich aus: 1. Woche – eine Minute Laufen, eine Minute Gehen; 2. Woche – zwei Minuten Laufen, eine Minute gehen u.s.w. .
Je nach Ehrgeiz des Seitenbetreibers (eine halbe Stunde Laufen in X Wochen) variiert das Schema dann leicht, aber im Grunde gibt es keine großen Unterschiede.

Ich frage mich, ob es irgend jemanden gibt, der sich wirklich sklavisch an solche Vorgaben hält. Es ist äußerst nervig, ständig auf die Pulsuhr am Handgelenk zu schielen und zu kontrollieren, ob die Zeit um ist. Bei den ersten paar „Läufen“ habe ich festgestellt, dass mein Puls nicht über 170 gehen sollte, denn dann geht mir die Puste aus und die Atmung kommt aus dem Rhythmus. Ok. Also drunter bleiben, Pausen machen wenn nötig. Anfangs war das dann wirklich nur ca.  eine Minute Laufzeit am Stück, aber jetzt schaffe ich schon fünf. Für echte Läufer sicher lächerlich – für mich ein Erfolg.

Bisher hat noch die Kondition, der Kreislauf die Grenze gesetzt. Heute waren es die Muskeln in den Oberschenkeln. Nuja, sie haben sich damit abzufinden, dass sie ab und zu Arbeiten müssen 🙂 .

Noch mal Anlauf nehmen

29. Mai 2009

Jetzt bin ich im Statistik-Skript an dem Punkt, der irgendwann kommen musste: ich verstehe nur noch Bahnhof. Das ist nicht sonderlich überraschend, denn meine letzten Mathestunden mit Oberstufen-Niveau sind gut 25 Jahre her. Vielleicht liegt es auch am Skript, denn ich vermisse den Praxisbezug und habe stellenweise keine Ahnung, was ich denn da jetzt ausrechne und wozu man es brauchen kann. Genau darauf kommt es aber an!

In den letzten Tagen hatte ich ab und zu noch kleine „Aha-Erlebnisse“, d.h. manchmal hat es im Kopf *pling* gemacht und ich war um eine (Teil-)Erkenntnis reicher. Aber nun ist es wohl an der Zeit, noch einmal von Vorne anzufangen, damit wenigstens die Grundlagen richtig sitzen.   Ich gebe zu, dass ich in den letzten paar Wochen zu viel Zeit mit dem Pflücken von Blümchen am Wegesrand zugebracht habe (Modul 3) und jetzt hänge ich an einer steilen Stelle fest. Da hilft nur ein neuer Anlauf. Einfach noch mal von unten Schwung holen, um den Berg schließlich zu erklimmen.

Ich habe mir übrigens heute einen Platz in der Statistik-2-Präsenzveranstaltung im August ergattern. Sicher ist sicher! Eigentlich habe ich an dem Termin keine Zeit, aber das Studium hat Priorität vor musikalischen Verpflichtungen. Notfalls (wenn ich keine Vertretung finde) muss ich die Statistik eine Stunde vor Schluß verlassen, einen früheren Zug nach Hause nehmen und gleich vom Bahnhof aus zum Auftritt düsen. Wird schon irgendwie klappen.

Phänomen Forum-Hyperkinetiker

27. Mai 2009

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blogbeitrag wirklich online stellen soll. Geschrieben habe ich ihn im April – aber nachdem ich heute in einem der Foren in denen ich unterwegs bin, 18 Threads  mit größtenteils sinnfreien Beiträgen vom selben User öffnen durfte (alle innerhalb weniger Stunden geschrieben) kann ich nicht anders:

Vermutlich sind sie in fast jedem Internetforum zu finden: Leute, die scheinbar ständig anwesend sind, auf alle Fragen sofort antworten (egal ob der Beitrag sinnvoll ist oder nicht) und der Meinung sind, den restlichen Usern damit etwas Gutes zu tun:  die Forum-Hyperkinetiker.

Manchmal ist es ja wirklich gut, dass es Foren-Mitglieder gibt, die  anscheinend nichts anderes zu tun haben als im Forum zu „wohnen“, sich dort gut auskennen und Neulingen auf die Sprünge helfen. Es gibt da feine Abstufungen und nicht alle diese Forum-Junkies  schreiben Müll.
Aber die ganz hartnäckigen, von ihrer eigenen Weisheit überzeugten, aufdringlichen Exemplare sind schon ein wenig nervig. Vor allem, wenn man jeden neu erschienenen Beitrag lesen muss, weil man ein Forums-Mod ist oder wichtige Infos nicht verpassen darf. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie viel Arbeits- und Lebenszeit durch so etwas drauf geht *grusel*.

Es würde mich interessieren, wie sich diese speziellen Exemplare der Menschheit im wirklichen Leben verhalten. Sind das ganz schüchterne Typen, die sich nicht aus dem Haus trauen und nur im Internet aufdrehen? Oder laufen sie auch im RL durch die Gegend und drängen allem, was zwei Beine hat, ihre Ratschläge auf? Oder sind sie ganz anders? Normal? Aber wer ist schon normal?

Zeitmaschine gesucht

22. Mai 2009

So nach und nach bin ich mit meiner Lernerei in Rückstand geraten 😦 . Das liegt u.a. daran, dass ich für den Verein zur Zeit einiges (mit-)organisieren musste und noch muss: Muttertagskonzert, Ausflug, morgen das Frühjahrskonzert und in 4 Wochen einen Frühschoppen.

Es ist den Anderen nur schwer zu vermitteln, dass ich eigentlich gar keine Zeit habe. Denn ich bin ja immer zu Hause, immer erreichbar und ansprechbar. Und wenn es  – wie jetzt vor dem Konzert – wichtige Dinge  zu erledigen gibt, springe ich natürlich ein, bevor gar nichts gemacht wird. Ich bin eben niemand, der die Truppe hängen lässt, und das ist mein Verhängnis.

Gestern habe ich mehrere Stunden damit verbracht, die Moderation für das Konzert vorzubereiten. Außerdem war die Gema-Meldung zu machen, das Programm musste geschrieben und gedruckt werden… das Statistik-Skript blieb liegen. Heute ist Generalprobe, und im Haushalt stapelt sich die Arbeit bis unter die Decke.

Jetzt wäre so eine Zeitmaschine wie bei Harry Potter nicht schlecht. Dann würde ich den gestrigen Feiertag noch mal herbeizaubern und die fehlenden Kapitel von Statistik 1 durcharbeiten.

Ich hab Rücken

11. Mai 2009

Da versuche ich nun seit 2 Wochen, endlich wieder ein wenig Sport zu machen. Vermutlich nur, um  mir erneut zu bestätigen, dass man mit einem nicht ganz intakten Hüftgelenk einfach nicht joggen kann.  Mein letzter Versuch in der Richtung endete damit, dass ich kurz davor stand, die häßlichen (lilafarbenen!) Krücken aus dem Keller zu holen.

Gegen jede Vernunft habe ich also vor 14 Tagen meine Laufschuhe und den Sportdress herausgekramt und gaaaanz langsam wieder angefangen. Kurze Strecke joggen, längere Strecke gehen, wieder ein wenig joggen, wieder gehen… falscher Ehrgeiz kann bei meiner mangelnden Kondition gar nicht aufkommen. Alle 2-3 Tage habe ich das durchgezogen, und bei dem guten Wetter gab es auch kein Motivationsproblem.

Und ich wartete auf die unvermeidlichen Hüftgelenksbeschwerden. Ich hatte leichten Muskelkater, es zog ein wenig in den Schienbeinen, aber das eigentlich angeknackste Gelenk muckte sich nicht. Statt dessen konnte ich die Treppen bis in den obersten Stock des Studienzentrums raufmarschieren, ohne kurz vor dem Ziel eine Pause zum Luftschnappen einlegen zu müssen.

Selbst nachdem ich gestern die Getränkekisten für das Muttertagskonzert durch die Gegend geschleppt hatte (die vollen Kästen vom Dachboden runter zum Auto und dann in die Halle rein, hinterher die übrig gebliebenen wieder Retour), was normalerweise absolutes Gift für meine linke Seite ist, tut mir nur eins Weh: mein Rücken!

Soll das nun bedeuten: ich darf mein Sportzeug nicht bis zum nächsten „Jetzt-muss-ich-aber-mal-was-für-die-Gesundheit-tun“-Anfall  frustriert in den Schrank werfen? Ich muss weiter regelmäßig durch die Landschaft traben?

Wie kann mich mein Körper so im Stich lassen? 😉

Modul-2-Klausur – ich komme!

7. Mai 2009

Mit Statistik komme ich im Moment gut voran – dabei hatte ich befürchtet, bei dem Thema kläglich zu scheitern. Gut, es wird sicher noch schwieriger. Aber bisher konnte ich mich alleine durchbeißen, und dann gibt es ja auch noch ab nächster Woche die Mentoren-Veranstaltung.  Das Pensum, was wir jede Woche in der Lerngruppe vereinbaren, schaffe ich locker und habe sogar noch Zeit, Modul 3 zu bearbeiten.

Jedenfalls habe ich mich schon mal zur Modul-2-Klausur angemeldet. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig. Und irgendwie macht das Jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten, Häufungen und Streuungswerten sogar Spaß.

Jawoll!