Archive for Juli 2009

Und noch’n Schubs

28. Juli 2009

Gestern: herrliches Wetter, das Wasser im Pool war nachmittags auf angenehmen 26 Grad und ich musste zum Lerngruppentreffen. Dazu hatte ich nun gar keine Lust, hatte auch nicht das Gefühl, irgendwie darauf vorbereitet zu sein – zumal wir kein Thema verabredet hatten und ich keinen Plan hatte, welche Unterlagen ich mitnehmen sollte. Aber wir sind sowieso schon so wenig Leute, da kann ich nicht einfach so spontan zu Hause bleiben.

Es hat sich (mal wieder) gelohnt, den inneren Schweinehund beiseite zu schubsen und hinzufahren. Ich dachte, dass ich die Varianzanalyse und die linearen Kontraste verstanden hätte. Aber wenn man jemandem das Thema dann erklären soll, merkt man, dass es eben doch alles noch nicht so klar ist.  Jetzt bin ich wieder etwas schlauer 🙂 .

Nächste Woche sind Ferien und es können nicht alle zum Treffen kommen, aber ich werde auf jeden Fall hinfahren.

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Erfolgserlebnis

24. Juli 2009

Die vier Stunden Statistik 2 bei Sommerhitze im obersten Stock des Studienzentrums gestern waren zwar anstrengend, aber so langsam habe ich den Eindruck, dass auch dieser Teil des Moduls zu schaffen ist. Die Varianzanalyse habe ich tatsächlich verstanden 🙂 .

Komischerweise lässt sich mein „Mathe-ist-doof“-Instinkt nicht komplett unterdrücken: ich muss mich jedes Mal zwingen, mit dem Lernen anzufangen. Wenn ich einmal dabei bin, ist es interessant und die Übungsaufgaben sind (oh Wunder!) lösbar. Meine „Lernerfolgskurve“ entspricht ganz grob der aus dem Modul 1, wo sich ja auch ungefähr 2 Monate vor der Klausur die Knoten entwirrten und Land in Sicht kam.

Wenn nicht noch irgend etwas fürchterlich schief geht, werde ich diese Klausur schaffen. Tschakka!

Gebraucht-Mobilie oder Fremder Dreck

22. Juli 2009

Ich lebe (nach Ansicht einiger Leute) meine Midlife-Crisis in Form eines Studiums aus, Männe dagegen hat sich uns ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft. Da er schon meinem empfindlichen Magen zuliebe bisher nicht seinen ursprünglichen Traum umgesetzt hat, mit einer Segeljacht und der ganzen Familie eine Weltreise zu machen, ist dagegen nichts einzuwenden.

Nachdem der beste Ehemann von allen das Gefährt geputzt und einige technische Kleinigkeiten repariert bzw. umgebaut hat, sowie nach einer Wochenend-TestTour (alleine!) die Neuanschaffung für tauglich befand, mache ich mich nun mit der Mobilie vertraut.  Erst einmal in Form einer Generalreinigung.

Weil wir (bis auf ein einziges Mal) bisher immer Gebrauchtwagen gekauft haben und in unserer Firma ja ständig immer wieder Gebrauchte reinkamen, die begutachtet werden mussten, habe ich festgestellt, dass man auf diese Weise schnell alle Schwachstellen, Kratzer, Beulen und versteckte Reparaturstellen findet. Außerdem mag ich keinen fremden Dreck. Nicht, dass ich total penibel wäre – aber ein Auto, das ich selber nutze, darf nicht fremd riechen.

Also habe ich vorhin mal alle Matratzen und Polster rausgenommen, die Lattenroste entfernt und den gesamten Innenraum mit Staubsauger und Wischlappen bearbeitet. Richtig dreckig war es drinnen nicht, Männe hatte ja schon Vorarbeit geleistet. Trotzdem war ich froh, dass ich die Betten komplett demontiert habe, denn da kamen doch noch ein paar „Altlasten“ zum Vorschein  😕 . Zugegeben, ich werde auch nicht alle paar Monate Alles auseinanderbauen und reinigen, aber ich habe ja schließlich vorläufig nicht vor, das rollende Ferienhaus zu verkaufen.

Jetzt noch die Matratzen im Garten ordentlich ausklopfen und ein Stündchen von der Sonne desinfizieren lassen, dann alles wieder einräumen, eigene Handtücher in die Schränke packen und das Zweitheim ist in die Familie aufgenommen ;-).

Endspurt?

15. Juli 2009

Noch 2 Monate Zeit zum Lernen. Ich sollte mal einen neuen, strukturierten Lernplan aufstellen, denn zur Zeit schummle ich mich einfach nur durch:

Am kommenden Montag wollen wir Testverfahren durchsprechen? Also schaue ich mir die Testverfahren noch mal an.

Am Donnerstag sind Varianzanalysen das Thema? Also lese ich die entsprechenden Kapitel durch.

Das ist nicht sehr effektiv, und ich merke, dass noch viel zu viele Lücken vorhanden sind. Den Kurs „Empirische Sozialforschung“ habe ich total vernachlässigt, nachdem mir klar wurde, dass ein Teil des Stoffs schon in Modul 1 dran war und das eigentlich nur eine Wiederholung von Bekanntem ist. Aber auch da gibt es Lücken.

Mut zur Lücke  – ist ok. Aber das Modul sollte besser nicht einem Schweizer Käse ähneln ;-).

Wie in Modul 1 im letzten Semester fehlt mir noch der Überblick, das Verständnis der Zusammenhänge und des großen Ganzen. Manchmal habe ich einen Lichtblick, es macht *ping* und ich denke: ist doch ganz einfach und logisch! Aber fummelige Detailprobleme verstellen dann ganz schnell wieder die Perspektive und ich verheddere mich in Formeln und Tabellen, weil mir Grundlagen fehlen.

Also: Bestandsaufnahme machen und Struktur reinbringen!

Schweinehund-Dompteuse

1. Juli 2009

Seit 2 Tagen ist mein Studierzimmer wieder frei, der Besuch ist weg. Trotzdem komme ich immer noch nicht so recht aus den Sträuchern.

Am Montag war irgendwie keine Zeit, die Bücher und Unterlagen wieder an ihren Platz zu räumen. Das Hundekind war krank, eins der zweibeinigen Kinder auch, der Große musste seine Sachen packen (Bundeswehr)… immer kam etwas dazwischen. Wenigstens zum Lerngruppentreffen habe ich mich aufgerafft.

Gestern habe ich dann endlich umgeräumt. Mehr nicht. Tierarztbesuch, Einkäufe, Saxophonunterricht, dringende Gartenarbeiten, Organisatorisches für den Verein. Es findet sich immer etwas Wichtiges *seufz*.

Jetzt gibt es aber keine Ausrede mehr! Kind und Hund sind auf dem Weg der Besserung, der Große ist abgereist. Bleibt nur noch der innere Schweinehund, der sich beharrlich weigert, in Statistik 2 reinzuschauen. Es könnte ja schwierig werden. Da hilft wohl nur Zuckerbrot („Du darfst heute Abend auch Torchwood anschauen, wenn du brav lernst!“) und Peitsche („Morgen ist Mentorveranstaltung – wie schaut das denn aus, wenn du von nix ne Ahnung hast? Nu aber hopp!“).