Archive for August 2009

Versteckter NC, ja bitte!

25. August 2009

Die Einen streiten ab dass es ihn gibt, die Anderen vermuten es nur, einige sagen : „ja, natürlich gibt es ihn“ – den versteckten NC beim B.Sc. Psychologie in Hagen.

Der Einstieg in die Psychologie mit Modul 1 ist zugegebener Maßen schwierig und schreckt die Leute ab, die das Fach Psychologie für ein lockeres Laberfach halten und das Studium rein Hobbymäßig betreiben wollen. Ist das schlimm? Ich finde: nein.

Natürlich muss es eine Auslese geben, natürlich fallen einige Leute bei den Klausuren durch. Das ist an anderen Unis auch so. Aber manche Kommilitonen aus meinem Studiengang sind anscheinend der Meinung, dass man alles so umstricken sollte, bis jede Hausfrau und Mutter neben dem Halbtagsjob locker den B.Sc. im Vollzeit-Tempo schafft.

Da wird dann im Forum provokativ gefragt, ob man meinen würde, dass die 35 % Durchgefallenen etwa nicht genug gelernt hätten… ja, haben sie offensichtlich nicht. Aber wenn man wagt, das anzudeuten, muss man fürchten zerfleischt zu werden. Denn das „nicht genug gelernt“ zu haben, wird als persönlicher Angriff angesehen – was es gar nicht ist. Fernstudenten studieren nun mal hauptsächlich deshalb „fern“ und nicht an einer Präsenz-Uni, weil sie durch andere Verpflichtungen ein Zeitproblem haben. Job, Familie, Kinder… das sind die Bremsen der Fernstudenten. Nicht jeder kann sich genug Lernzeit  schaffen – und fällt dann auch mal bei einer Prüfung durch. So ist das Leben.

Doch zurück zum versteckten NC. Was wäre denn ein Studium wert, das Jeder locker schaffen könnte? Soll man vielleicht – überspitzte formuliert – gleich bei der Einschreibung einen Garantieschein für den Bachelor überreicht bekommen? Wie wären mit einem solchen Abschluss die Berufsaussichten? Wie stände es um die Motivation der Studenten, wenn sie genau wüssten: „ich muss mich nicht besonders anstrengen“?

Kurz:
Die Uni Hagen ist keine Vokshochschule und der B.Sc. Psychologie ist ein handfester Studiengang. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt!

Drei Wochen noch

24. August 2009

In genau drei Wochen sitze ich mal wieder im Zug nach München, um zur Klausur zu fahren. Bisher weist mein Lernstunden-Protokoll nur 15 – 20 Wochenstunden auf *schäm*, aber nun werde ich versuchen, wie schon bei M1 sozusagen in die „heiße Phase“ zu starten. Etwas schwierig, weil in dieser Woche Übernachtungsbesuch kommt und eine Geburtstagsfeier zu managen ist.

Außerdem ist das Wetter unverschämt gut: blitzblauer Himmel, nicht zu heiß und leichter Wind. Gut, dass wir die letzen beiden Tage für einen Ausflug mit dem Wohnmobil genutzt haben, denn lange kann der Sommer nicht mehr dauern. Die Gänse sammeln sich bereits für den Flug in wärmere Gegenden, und die Sonne hat nicht mehr die Kraft, das Wasser im Pool über die 25 Grad-Marke zu bringen.

Im Süden nichts Neues

22. August 2009

Tja, wie die Überschrift schon sagt… ich lerne so vor mich hin, gehe regelmäßig zur Lerngruppe und bereite mich auf die Klausur vor. Der Count-Down läuft, aber Statistik 2 habe ich jetzt intus (die Präsenzveranstaltung in München hat sich gelohnt) und die schwierigeren Themen von Statistik 1 werde ich auch noch irgendwie in mein Hirn schaufeln.

Es empfiehlt sich übrigens, die Gebrauchsanleitung seines (wissenschaftlichen) Taschenrechners genauer zu studieren. Mein Modell kann so schöne Dinge wie die Standardabweichung, den Korrelationskoeffizienten und eine lineare Regression berechnen – alleine auf der Grundlage der Datenliste. So fallen die zahlreichen Zwischenrechnungen weg, bei denen man sich schnell mal vertippt oder Rundungsfehler einbaut. Und man spart Zeit. Viel Zeit. 🙂 Etwas mehr zu dem Thema gibt es in Neves Blog.

Ups, da war doch noch was…

8. August 2009

… und zwar die Pflichtliteratur. Öhhhm, tja, die sollte ich vielleicht endlich mal fertig durcharbeiten.

Der „Diekmann“ ist sogar sehr gut lesbar, besonders das Kapitel zur Fragebogenkonstruktion. Mir war zwar bewusst, dass man bei empirischen Untersuchungen auf viele Sachen achten muss – aber die Tricks der Sozialforscher, mit denen sie die Beeinflussung der Probanden zu vermeiden versuchen und die benötigten Infos herauskitzeln, sind wirklich hochinteressant.

Natürlich kann man diese Kunstgriffe auch in negativer, manipulativer Weise einsetzen, was ja leider immer wieder vorkommt. Je mehr ich über das Thema lerne, desto kritischer betrachte ich die Newsmeldungen über Ergebnisse von „wissenschaftlichen Umfragen“. Selbst die Ergebnisse großer Meinungsforschungsinstitute sind vermutlich mit Vorsicht zu genießen, jedenfalls sollte man sich immer genau über die Erhebungsmethoden informieren, bevor man aufgrund einer Umfrage eine wichtige Entscheidung trifft. Jawoll!

Da isser wieder…

3. August 2009

… der Eine, der sich im Moodle-Forum lautstark über die „schlechte Lehre“ an der FU beschwert und ankündigt, das Studium hinzuwerfen. Hatten wir im letzten Semester auch.  Da wollte jemand nach der Klausur den Prof. /die Uni verklagen, glaube ich.

Zugegeben: ein M1-Skript ist stellenweise stark subjektiv gefärbt und könnte besser sein. Aber der Rest ist in Ordnung, M2 wird ja noch überarbeitet (ist halt von Nachteil, wenn man Vorreiter in einem neuen Studiengang ist) und über die höheren Module habe ich nur Gutes gehört. Außerdem hat sich ja schon eine Fachschafts-Initiative formiert, die Kritikpunkte bei den entsprechenden Stellen einbringen will.

Dass da nun wieder jemand recht laut wird, Drohungen ausstößt („das wird die Presse interessieren!“) und natürlich einige Mitläufer findet, ist bei der Menge der Studenten vermutlich unvermeidlich. Aber ich finde es schade. Mein Eindruck ist: da macht jemand seinem persönlichen Frust Luft und redet sich ein, er würde der Studentenschaft einen Gefallen erweisen *seufz*.  Wenn er doch so unzufrieden ist, soll er einfach die Uni wechseln. Meine Güte!