Super-GAU

Da drückt man frau nichtsahnend auf den Einschaltknopf vom Uni-Arbeits-Laptop und erwartet, dass das Ding hochfährt. Tut es aber nicht. Das CD-Laufwerk rattert rhythmisch, der Bildschirm bleibt schwarz und nur ein paar Lämpchen leuchten. Nuja, der Rechner hat vielleicht schlecht geschlafen und braucht etwas länger. Also mal warten. Kaffee kochen. Es rattert immer noch. Vielleicht hat er sich aufgehängt, das passiert schon mal. War noch nie besonders zuverlässig. Noch mal ausschalten, einschalten, warten. Es rattert. Der Bildschirm bleibt schwarz.

Die Diagnose am Abend, nachdem Männe den Recher zerlegt hat: das Mainboard ist tot. Nix mehr zu machen. Die Garantie ist seit 4 Monaten abgelaufen.

Zum Glück hatte ich noch ein ur-altes Laptop im Schrank, so dass ich am nächsten Vormittag schon wieder online sein konnte, aber alle Dateien der letzten 3 Wochen, alle Emails, alle Kontaktdaten, meine Notizen… alles vorläufig nicht erreichbar. Vor allem lohnte es sich nicht, dieses alte Laptop für die Uni herzurichten, das Teil ist einfach zu langsam und überhitzt sich nach einer Stunde Betrieb regelmäßig. Eine Reparatur des kaputten Rechners würde unbestimmte Zeit dauern, da aber das Semester auf vollen Touren läuft, konnte ich nicht darauf warten.

Also musste ein neues Laptop her. Von jetzt auf gleich. Gut, dass sich in meiner Familie ein paar Leute mit so etwas auskennen! Ich kann zwar mit einem PC arbeiten,  aber welche Prozessoren jetzt gerade aktuell sind und keine Ladenhüter darstellen, kann ich leider nicht beurteilen. Meine Prioritäten lagen bei der Tastatur, den Gehäusemaßen und einem zukunftsfähigen Betriebssystem. Zusammen mit den technischen Vorgaben der Verwandtschaft gab es nicht sehr viel Auswahl – nach einigen Telefonaten und einer Fahrt in die Stadt war aber das passende Gerät geortet, reserviert und gekauft.

Nun müssen noch die nötigen Programme installiert werden, die Dateien der alten Festplatte wieder an die richtigen Orte geschoben werden und dann ist hoffentlich Ruhe! Diese Katastrophe hat mich jetzt 2 Tage an Zeit und Energie gekostet.

Vielleicht sollte ich dem neuen Laptop wieder einen eigenen Namen verpassen 😉 , das habe ich bei dem kleinen Selbstmörder unterlassen – wir waren auch nie so richtige Freunde. Ob er sich deshalb virtuell aus dem Fenster gestürzt hat?

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Eine Antwort to “Super-GAU”

  1. Neve Says:

    Huiii… Immer wieder erfrischend hier vorbeizuschauen und eine aufheiternde „Story“ zu lesen! Ich hoffe nur, mein Gerät verabschiedet sich noch nicht so schnell. Das Teil ist zwar schon 5 Jahre alt – für die rasant voranschreitende Technik also schon ein Gerät aus mittelalterähnlichen Zeiten! – hat mir aber bisher gute Dienste geleistet. Zum Glück bin ich nicht die einzige die sich nicht mit Prozessorendaten auskennt. So ein virtueller Laptop-Fenstersturz wäre für mich momentan auch ein Super-GAU!
    Gutes Vorankommen! 😉

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